2018 – ein Rückblick und ein Ausblick

Résumé II

  • Beinahe zeitgleich erschien im Frühjahr 2018 dann auch die Übersetzung von Camille Paglias Free Women, Free Men. Haha, wir haben alle sehr gelacht. Ich jedenfalls hatte bei meiner Übersetzung von 70 % des (Rest-)Gesamtbuchs viel Spaß und konnte mich in einen ideologisch fremden Standpunkt hineindenken. Außerdem ist das Buch jetzt halt Kontrebande; sowas muß man immerhin auch erst einmal auf den Weg gebracht haben.
  • Als letzter, sehr arbeitsintensiver literarischer Beitrag aus meiner Feder erschien pünktlich zur Frankfurter Buchmesse 2018 die Übersetzung von Martin van Crevelds Hitler in Hell. Was er noch zu sagen hätte …. Offen gestanden, hatte ich mich von Anfang der Arbeit an diebisch auf die erwartbaren „szene“internen Reaktionen gefreut, die natürlich nicht ausgeblieben sind. Wer bei der Grundlagenarbeit davor zurückschreckt, die „eigenen Leute“ aus ihrer Komfortzone herauszutreten, der kommt eben nicht weit. (An dieser Stelle ein anerkennendes Nicken an die Clique um Marx von rechts! Wohin dieses ikonoklastische Werk seinen Weg noch so finden mag, wird sich dann im neuen Jahr ebenfalls erweisen…)
  • Und dann war da 2018 noch Semriach samt Appendix. Eine eingedampfte, popularisierte Fassung meines Vortrags kann man seit kurzem in der neuesten Ausgabe von Info-DIREKT nachlesen. Die vollwertige, noch um wertvolle Anmerkungen ergänzte Version wird dann – wie angekündigt – alsbald zusammen mit den anderen Vorträgen seitens des IfS veröffentlicht werden. Neben der bereits angesprochenen Colette M. Schmidt vom Standard kann ich an dieser Stelle schon einmal auch dem Historikerkollegen Volker Weiß das Sparen auf ein Exemplar empfehlen. Er möchte sicher gern nachlesen, was ich zu dem kreativen Umgang mit Sekundärquellen in seiner sogenannten Studie Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes zu sagen habe… Und apropos Revolte! Wer sich radikal genug fühlt, um tatsächlich an die Wurzeln zu gehen: Günter Bartschs großen kleinen Klassiker Revolution von rechts? hat man einfach gelesen zu haben, wenn man statt bloß einer Meinung auch eine Ahnung haben möchte.

Ausblick

  • Nach 2018 geht es 2019 also zünftig weiter. Es sei an dieser Stelle – ergänzend zu oben – noch nicht zuviel verraten. Aber: Zumindest steht schon einmal eine aufregende Zusammenarbeit mit einem neuseeländischen Kulturwissenschaftler an, die nicht nur ein lange verschüttetes Werk einem deutsch- wie englischsprachigen Publikum wieder zugänglich machen wird, sondern auch aus nicht wenigen übergroßen Egos in der „Szene“ ein wenig die Luft herauslassen dürfte. Das wird sicher auch die drei Leser vertrösten, die in der Zwischenzeit nach dem Stand der Übersetzung von Putin vs Putin. Vladimir Putin Viewed From the Right gefragt haben. Manchmal muß man eben Prioritäten setzen, und im Augenblick bieten sich eben etliche großartige Chancen, die (zeitlich) vorzuziehen sind. Keine Bange, es wird alles fertig!

Oh what fun. Mir verbleibt nun eigentlich bloß noch, allseits einen geruhsamen Jahreswechsel zu wünschen. Ich für meinen Teil werde mich im Rest von 2018 meiner noch offenen Lektüre widmen, um nicht mit angelesenen Büchern ins neue Jahr gehen zu müssen. Es sind dies Entsichert von Terkessidis und Holert (hochinteressant und sehr zu empfehlen) sowie Unsere postmoderne Moderne von Wolfgang Welsch (Klassiker, den schon Mohler im Criticón empfahl).

Einen schönen Abend allerseits, und ab morgen gilt dann für 2019: Zu neuen Ufern in alter Frische! Gleich als erste Amtshandlung stehen ein paar Podcasts und Livestreams an…

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von Anders Noren.

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