Jungeuropa lebt!

Die Vorträge der drei nicht-deutschsprachigen Referenten vermochten das Publikum zu fesseln. Bei den Vertretern des akademischen Zweigs von CasaPound Italia, Valerio Benedetti und Alberto Palladino, ging es um den Korporatismus als historisches Wirtschaftsmodell zur Aufhebung des Klassengegensatzes sowie um die „soziale Frage“ als Hebel zur Aufsprengung der verpanzerten postbürgerlichen Verhältnisse in Europa. Die Ukrainerin Olena Semenyaka erläuterte als Verantwortliche für auswärtige Beziehungen der nationalistischen Sammlungsbewegung „National Corps“ das paneuropäische Block-Anliegen des Konzepts „Intermarium“ – neben einem Parforceritt durch die europäische Geistesgeschichte von Nietzsche bis zur Konservativen Revolution.

Referenten für Jungeuropa (© https://www.facebook.com/jungeuropa/)
Benedetti, Semenyaka, Palladino

Stets folgte das Publikum aufmerksam, bis hin zur Podiumsdiskussion am Samstagabend. Dabei ging es um mögliche Wege eines von Ost wie West unabhängigen Europa. Großraumtheorie à la Carl Schmitt und Geopolitik à la Haushofer/Mackinder? Ganz so einfach ist es leider nicht. Lösungsansätze des frühen 20. Jahrhunderts lassen sich nicht 1:1 auf heute übertragen. Um so erfreulicher, in diesem Segment zwischen Semenyaka und Alexander Markovics vom österreichischen Suworow-Institut moderieren zu dürfen.

Jungeuropa: Das Resümee

Insgesamt sind, wie gesagt, alle Beteiligten für diese Veranstaltung zu beglückwünschen. Den Organisatoren des Wochenendes gebührt Dank: Rahmenprogramm, Ablauf bis hin zur Verpflegung waren stimmig; alles ging locker über die Bühne. Es braucht definitiv mehr derartige Foren, thematisch wie planerisch.

Und auch das Drumherum sei nicht vernachlässigt: Man sehe sich nur einmal dieses brillante Plakat zur Veranstaltung an! Vorbild ist natürlich die Plastik „Junges Europa“ von Arno Breker. Für die Ausgestaltung jedoch gebührt dem bewährten Franz Reißner aller Respekt.

Jungeuropa in Dresden

Schließen läßt sich wohl am besten programmatisch mit Worten von Philip Stein. In diesem Fall aus seinem motivierenden Vorwort zu Marx von rechts. Diesen schon jetzt kontroversen Theorieband gab es am Wochenende exklusiv erstmals zu erstehen:

Unsere Aufgabe ist es, Wege der Einheit auszuloten – für Deutschland und für Europa. Dafür braucht es zuallererst einen fundamentalen Neubeginn, eine neue Theorie und Praxis neurechter Politik, ja eine neue Arbeits- und Denkweise, in der sich die Grundsätze der nationalen und europäischen Solidarität vereinigen.

Darum frisch ans Werk – mit Jungeuropa!

Seiten: 1 2

Meinung?

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

von Anders Noren.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: